Ilka Weber Stiftung
SHG Lübeck-Schwerin
Schlaganfallrisiko
Laborwerte Herz (1)
Laborwerte Herz (2)

Laborwerte Herz- und Gefäß-Diagnostik (2)
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LDH / Laktatdehydrogenase     (266 - 500 U/l)
 
ist ein Enzym des Herzens, der roten Blutkörperchen und der Muskeln. Die Werte steigen bei einem Herzinfakt durch Zellzerfall.
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Lipoprotein Lp(a)     (<300 mg/dl)
wird eingesetzt, um das Risikoprofil eines Betroffenen in Hinblick auf eine arteriosklerotische Gefäßerkrankung, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall abzuschätzen. Besonders bei familiärer Vorbelastung scheint es von großem Wert zu sein, eine Erhöhung des Lipidproteins frühzeitig zu erfassen. Ebenso gehört die Erfassung des Wertes zu Langzeit-Überwachung einer lipidsenkenden Therapie oder einer generellen Lebensstiländerung.
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Magnesium     (0,7 - 1,1 mmol/l)
ist Bestandteil von Muskeln und Knochen. Wird benötigt zur Nerventätigkeit, insbesondere für das Erregungsleitungssystem des Herzens. Die Werte sinken bei Diabetes mellitus, Schilddrüsenüberfunktion, Magen- und Darmfunktionsstörungen, Erbrechen oder Durchfall.
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Natrium     (135 - 148 mmol/l)
ist wichtig für den Flüssigkeitshaushalt im gesamten Körper. Die Werte verändern sich bei Fieber, Nierenerkrankungen, Erbrechen, Durchfall und starkem Schwitzen. Verringert wird der Natriumspiegel durch Diuretika. Eine Erhöhung erfolgt durch Nahrungszufuhr und/oder verringerter Flüssigkeitszufuhr. Natrium ist Bestandteil von Kochsalz. Der Salzbedarf liegt bei etwa 3g/Tag.
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NT-ProBNT
Referenzwerte:
17 - 24 Jahre     M   < 86     W   <130
45 - 54 Jahre     M   <121     W   <249
55 - 64 Jahre     M   <210     W   <287
65 - 74 Jahre     M   <301     W   <376
> 75                    M   <486     W   <738   
Die Bestimmung des NT-ProBNT-Wertes ist das Standardverfahren, um im Blut eine Herzinsuffizienz nachzuweisen. Es ist ein Vorläuferhormon, das in den Herzkammern freigesetzt wird. Mit diesem Wert lassen sich Schweregrad und Prognose einer Herzinsuffizienz abschätzen. Es wird sowohl zur Bestimmung als zur Therapie- und Verlaufskontrolle eingesetzt.
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Quick-Test (Tromboplastin-Zeit)     (70 -100 %)
misst die Zeit der Gerinnung. Bei Leberfunktionsstörungen oder einem Gerinnungsfaktormangel sind die Werte erniedrigt, beispielsweise durch die Einnahme von Marcumar, einem gerinnungshemmenden Medikament, oder auch durch ein Zuviel von Cumarinen, also blutgerinnungshemmenden Stoffen (Antikoagulantien).
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Renin (stehend 4,10 - 44,70 pg/ml, liegend 2,90 - 27,60 pg/ml)
ist ein Enzym des Nierenstoffwechsels, das bei Natriummangel und niedrigem Blutdruck von den Nieren ausgeschieden wird. Es reguliert den Blutdruck durch Gefäßverengung der Arterien und die Wasserausscheidung durch die Nieren. Die Werte werden verändert bei Nierenfunktionsstörungen oder bei Nierenarterieneinengung. Auch Diuretika, Magensäurebinder, Betablocker und die >>Pille<< verändern die Werte.
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Triglyceride     (150 - 200 mg/dl)
Drei Fettsäuren und Glycerin bilden die Triglyceride, die als Energieträger im Körper agieren. Fettreiches Essen, Alkohol, aber auch Erkrankungewn wie eine Fettstoffwechselstörung oder Diabetes führen zu einer Erhöhung der Triglyceridwerte.
Hohe Triglyceridwerte führen ebenso wie ein hohes Cholesterin zu Arteriosklerose, sehr hohe Werte können zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung führen. Cholesterin, HDL, LDL und Triglyceride muss man nüchtern bestimmen, da sich die Werte nach dem Essen vorübergehend erhöhen.
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Troponin     (0,01 - 0,08 ng/ml)
ist ein spezifisches Eiweiß, das bei Erkrankungen der Herzmuskelzellen freigesetzt wird. Selbst bei normalem EKG
kann seine Erhöhung im Blut auf einen Herzinfarkt hinweisen.
Der Wert ist drei Stunden nach dem Ereignis im Blut messbar und erreicht nach etwa 20 Stunden seinen Höhepunkt. Auch andere Herzerkrankungen oder eine Lungenembolie schütten Troponin aus.
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Aus verschiedenen Quellen zusammengetragen/JW

 
 

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